Erneut illegaler Blässgansabschuss bei Petkum/Ems

Blässgans, ganzjährig keine Jagdzeit. Fundort: am 03. Januar 2026, Jagdrevier Petkumer Münte/östl Emden – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Am 26. November 2025 berichteten wir über den illegalen Abschuss von mehreren Blässgänsen durch eine Jagdgesellschaft im Naturschutzgebiet Unterems, Teil des EU-Vogelschutzgebietes von Leer bis Emden. Die bei uns überwinternden arktischen Blässgänse haben in Niedersachsen keine Jagdzeit und werden leicht mit zeitlich befristet jagdbaren Graugänsen (erlaubt auch in Schutzgebieten!) verwechselt. Man kann daraus schließen, das diese Jäger die Artenunterschiede trotz bestandener Jägerprüfung nicht kennen oder einfach der Jagdeifer mit ihnen durchgeht. Fehlabschüsse können den Jagdschein kosten. Dabei können Grau- von Blässgänsen ganz einfach durch den unterschiedlichen Flugruf unterschieden werden, nur muss man das gelernt haben – das gehört zur Praxis dazu. Nun wurde erneut eine tote und eindeutig geschossene Blässgans binnendeichs bei Petkum (Jagdrevier Petkumer Münte) östlich von Emden gefunden.

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Erinnerung an den Orkan „Capella“ am 03. Januar 1976

Symbolfoto: Orkan über der Ems, drei Pfeifenten trotzen der Naturgewalt im Tiefflug – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Fünfzig Jahre ist es her: Gestern, am 03. Januar 1976, tobte über Mitteleuropa der Orkan „Capella“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h, es war einer schwersten Orkane des 20. Jahrhunderts, noch stärker als der Orkan, der 1962 zu schweren Schäden und vielen Todesopfern in Norddeutschland, besonders in Hamburg, führte. Nach dem 1962er-Orkan wurden viele Deiche in Deutschland erhöht. Hier bei Wikipedia kann man den Verlauf von „Capella“ nachlesen.

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Silvester 2025: Böller und Raketen vertreiben wildlebende Vögel aus Schutzgebiet an der Ems – Lasershows keine Alternative

Vor dem Böllerknall: Gänseschlafplatz (Nonnengänse) im Sommerpolder, Unterems, Höhe Ems-Stauwerk- Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Die vielen Appelle der letzten Tage, aus Rücksicht auf Haus- und wildlebende Tiere auf Raketen und Böller zu verzichten, fruchteten nicht. Die ignorante Spaßgesellschaft tobte sich an Silvester (und auch noch am nächsten Tag) wieder lautstark aus. Dass Wildtiere, in diesem Falle Vögel, sehr empfindlich auf plötzlich einsetzenden Lärm und Lichtblitze reagieren, ist gut untersucht. Es kommt zur Orientierungslosigkeit und kräftezehrenden Panikfluchten, die unter Umständen sehr weit weg vom Ort der Störungen führen. Zu den akustischen Störungen gekommen nun örtlich die optischen Störungen dazu, grellbunte Lasershows, die die Böllerei ersetzen sollen.

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„Vom Recht der Vögel“ – Artikel im Sonderheft „Der Falke“

Der Falke“ ist eine Monatszeitschrift für vogelkundlich Interessierte, sie erscheint im Aula-Verlag. Wir übernehmen von der WebSeite der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) eine Besprechung des Sonderheftes, das Ende 2025 erschien:

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Der Spiegel und der Meeresspiegelanstieg: Halbwahrheiten und Unwahrheiten

Screenshot: Der Spiegel, online, 02. Januar 2026

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, bekannt auch durch die Halb- oder Unwahrheiten des Geschichtenerzählers Claas Relotius , der bis 2018 beim Spiel log, macht mal wieder in Klimaalarmismus. Auch aktuell wird wieder mit Halb- und Unwahrheiten gearbeitet, es geht um den Meeresspiegelanstieg der Nordsee und die angebliche Zunahme von Sturmfluten. Heute, am 02. Januar 2026, wird online berichtet.

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40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Ein „Schatz“ – oder nur politische Propaganda?

Fliegende Pinguine statt Strandbrüter- Strand auf Norderney – Foto- Eilert Voß/Wattenrat

Es soll gefeiert werden, Politiker und unkritische Medien werden wohl recherefreie Erfolgsarien zum Jubiläum anstimmen, obwohl es eigentlich nichts zu feiern gibt: Vor vierzig Jahren, am 01. Januar 1986, trat die Verordnung zur Einrichtung der Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer in Kraft. Später wurde daraus ein Gesetz, immer wieder angepasst an die Forderungen z.B. der Tourismusindustrie. Wer die Wattenrat-Seiten aufmerksam gelesen hat, wird die Vielzahl der zugelassenen Nutzungen zur Kenntnis genommen haben: Massentourismus, Zulassung von Kitesurfern in den Zwischenzonen, Baggergutverklappungen, gewerbliche Fischerei mit Grundschleppnetzen und hohem Beifang, Vogeljagd auf den Ostfriesischen Inseln, örtlicher desolater Zustand der Salzwiesen vor den Deichen oder Windparks auf See und an Land, die das Großschutzgebiet umstellen, mitten in den Hauptrouten des ostatlantischen Vogelzuges. Ein Windpark wurde unter Beteiligung des Umweltverbandes BUND in der Außenweser direkt am Nationalpark errichtet: Nordergründe mit 18 Anlagen.

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Die „Ostfriesische Landschaft“ und der Wattenrat – eine Anfrage

Intensivlandwirtschaft und Überdüngung, Vernichtung der Bodenbrüter und die Bodenverdichtung, hier ein Winterbild mit Nonnengänsen – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Die Ostfriesische Landschaft ist ein Höherer Kommunalverband in Niedersachsen mit Sitz in Aurich. Er umfasst die drei ostfriesischen Landkreise Aurich, Leer und Wittmund und die ebenfalls ostfriesische Stadt Emden. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat ihren Sitz im Landschaftshaus in Aurich […] Die Ostfriesische Landschaft ist Nachfolgerin der Ostfriesischen Landstände. Bis ins 19. Jahrhundert war sie mit weitreichenden politischen Rechten ausgestattet. Danach hat sich die Ostfriesische Landschaft vom ständischen Landtag zum regionalen Kulturparlament entwickelt. Sie erfüllt Aufgaben insbesondere auf den Gebieten der Kultur, Wissenschaft und Bildung in und für Ostfriesland.“ (Wikipedia)

Klingt gut, nur wird die Ostfriesische Landschaft heute von Kommunalpolitikern dominiert, also Parteipolitikern, die zur tatsächlichen umgebenden realen „Landschaft“, die sie vertreten sollen, erkennbar kein besonderes Verhältnis mehr haben.

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Silvester 2025: ausgeböllert auf Langeoog (?)

Screenshot/Bildzitat: https://www.langeoog.de/beitraege/bei-uns-bitte-nicht-bollern (Nachtrag 02. Jan. 2026: kräftig geböllert wurde dennoch, wenn auch weniger als in den Vorjahren, berichten Langeoogbesucher auf Nachfrage)

Ausgeböllert auf Langeoog (?): Seit Jahren weist der Wattenrat auf die Unsitte des Böllern an der Küste in den nationalparknahen Bereichen hin. Nicht nur die Haustiere der Insulaner und der Touristen leiden unter Blitzen und Explosionen zu Silvester. Es sind vor allem die streng geschützten Vogelarten, die in den Watten und Salzwiesen des Nationalparks durchziehen oder hier überwintern und die panisch auf das plötzliche Einsetzen des jährlichen Bespaßungslärms reagieren.

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Wolf: Bundesregierung beschließt Aufnahme ins Jagdrecht

Pressemitteilung der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. vom 17. Dez. 2025

Bundeskabinett beschließt rechtswidrigen Gesetzentwurf

 Am heutigen Mittwoch  [17. Dez. 2025] hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht beschlossen, der mehr als fragwürdig ist. „Wider besseren Wissens werden hier Entscheidungen mit aller politischen Macht durchgedrückt, die weder kommende Generationen gerecht werden, noch den betroffenen Weidetierhaltern weiterhelfen!“, Nicole Kronauer, 1. Vorsitzende der GzSdW.

Wissenschaftliche Fakten und EU-Recht werden einfach ignoriert

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Wolf: Landkreis Wittmund scheitert mit Abschussgenehmigung vor dem OVG Lüneburg

Im November 2025 hatte der Landkreis Wittmund im Zuge einer Ausnahmegenehmigung ein Schnellabschussverfahren gegen Wölfe in Friedeburg erlassen, weil es zuvor Risse gegeben hatte, von denen auch Rinder betroffen waren. Das Verwaltungsgericht Oldenburg kassierte den Erlass schon nach wenigen Tagen, der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ hatte dort erfolgreich Einspruch eingelegt. Gegen diese Entscheidung legte Landkreis Wittmund umgehend Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ein. Das OVG verwarf die Beschwerde des Landkreises, weil er vor dem Abschusserlass zumutbare Alternativen zum Wolfsabschuss nicht hinreichend geprüft habe. Weiterlesen

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