Angeln ist angewandter Naturschutz, wirklich?

Januar 2021, in der Nähe von Köln – Foto (C): Rolf Thiemann

Angelfreunde nennen sich gerne „Sportfischer“ und sind in Fischereiverbänden organisiert. In einigen Bundesländern sind diese Verbände als „anerkannte Naturschutzverbände“ gelistet. Damit sind sie klagebefugt und können Stellungnahmen gegenüber Behörden zu Projekten abgeben, die den Natur- und Artenschutz betreffen. Nur findet man unter diesen Sportsfreunden auch Ignoranten, die es mit dem Naturschutz nicht so genau nehmen.

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Kitesurfer als winterliche Vogelscheuchen in der Leybucht – arktische Gänse werden ständig gestört

Kitesurfer vertreiben Vögel von Sandbank, angrenzende strengste Schutzzone im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Kitespot Upleward/LK Aurich – Archivfoto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Gestern klingelte im Wattenrat-Büro das Telefon: Mehrere Kitesurfer übten in der Leybucht westlich der Stadt Norden bei starkem Wind ihren Sport aus, die futtersuchenden arktischen Rastgänse auf den angrenzenden Salzwiesen würden dadurch ständig kräftezehrend umhergescheucht. Gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit, sind die Gänse auf störungsfreie Areale angewiesen, um sich ihre Fettreserven für den langen Rückflug in die arktischen Brutgebiete anzufressen.

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Windkraft vs. Artenschutz: hessische Gerichts-„Ohrfeige“ für zwei grüne Minister

Rotmilan – Foto: Pixabay

Am 19. Januar 2021 war in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen: „Hessen und die Windkraft -Ideologie im Amtsblatt: Die Energieerzeugung habe Vorrang vor Artenschutz, steht in einer hessischen Vorschrift. Sie entfalte ´gegenüber Gerichten keine Bindungswirkung´, stellt nun der Verwaltungsgerichtshof fest. Eine Schlappe nicht nur für zwei Grünen-Minister. […]“

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Studie: Rückgang der Schweinswale im Bereich der deutschen Nordsee

Kleiner Tümmler (Schweinswal), angespült an der Ems, Juni 2012. Das Tier zeigt schon Verwesungsmerkmale: Schwarzfärbung der Haut, Gase blähen den Körper auf. – Foto (C): Eilert Voß

Im Januar 2021 berichtete die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover in einer Studie über den Rückgang der Schweinswale (auch Gewöhnlicher Schweinswal oder Kleiner Tümmler, Phocoena phocoena) im Bereich der deutschen Nordsee in den vergangenen zwanzig Jahren (Verlinkungen ganz unten). Die umfangreichen Ergebnisse zeigten, dass der Schweinswalbestand in der deutschen Nordsee jährlich um knapp zwei Prozent schrumpfe.

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2020: „Neuartige“ (?) Schlauchalge Vaucheria velutina vemehrte sich üppig vor Sylt

Angebliche Schlauchalgen vor Sylt, Sommer 2020 – Screenshot, Bildzitat, Cuxhavener Nachrichten, 31. Dez. 2020, https://www.cnv-medien.de/news/cuxhavener-watt-buergerinitiative-besorgt-wegen-eingeschleppter-alge.html – Foto: Roland, heruntergeladen am 09. Jan. 2021 – Tatsächlich wurde das Foto vor Cuxhaven und nicht vor Sylt aufgenommen, es handelt sich in diesem Falle auch nicht um Schlauchalgen. Die Cuxhaverer Nachrichten haben das inzwischen richtiggestellt. Der Wattführer und Dipl. Biologe Dr. Albrecht Biessmann aus Cuxhaven-Döse hat die Zeitung auf diese Foto-„Ente“ hingewiesen. Wir danken ebenfalls für die Richtigstellung (22. Jan. 2021).

Im Dezember 2020 machte eine alarmierende Medienmeldung die Runde: Die Schlauchalge Vaucheria velutina als „eingeschleppte Algenart, die dieses Jahr erstmals im norddeutschen Wattenmeer nachgewiesen wurde“, sei aufgrund ihrer „plötzlichen Dominanz“ mit „unabsehbaren ökologischen Folgen“ eine Gefahr für das Wattenmeer.

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Rücktritte: Grüne Ämterpatronage im rheinland-pfälzischen Umweltministerium

Grafik: Pixabay

„Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) tritt zum Jahresende [2020, Anm. Wattenrat] von ihrem Amt zurück. Zugleich bittet auch ihr Staatssekretär Thomas Griese um Versetzung in den Ruhestand zum 31. Dezember. Die CDU sprach von einem ´überfälligen Schritt´.“

Das berichtete im November 2020 der Südwestrundfunk (SWR).

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Karl Lauterbach (SPD), Corona und die „Einschränkungen der persönlichen Freiheit“

Foto: Wikipedia, bearbeitet (CC BY-SA 3.0)

SPD-Gesundheitsexperte Dr. Karl Lauterbach: „[…] Eine Impfung gegen CO2 wird es allerdings niemals geben. Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind. Ob das erreichbar ist, wage ich zunehmend zu bezweifeln.“

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Silvester 2020: Böllern an Schutzgebieten wie gewohnt

 

01. Januar 2021: Widdelswehr an der Ems: Die nächtliche Böllerei wirkt bis in das angrenzende Schutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ – Foto (C): Eilert Voß

Der Jahreswechsel 2020/2021 verlief, was die Böllerei betraf, in den Städten und Dörfern ruhiger als in den Vorjahren. Daran hatte der politische verordnete Covid-19-Lockdown einen erheblichen Anteil. Aber auch weniger Böller machen Krach und stören Wildtiere enorm. In der sog „freien Natur“ sah das örtlich  anders aus, hier wurde wie eh und je geböllert, kaum weniger als im Vorjahr und auch wieder am Schutzgebiet Nationalpark Wattenmeer oder den Vogelschutzgebieten an der Ems.

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Umweltministerkonferenz und Windenergiewirtschaft gemeinsam gegen Vogelschutz

Neue deutsche Landschaften: Windpark Utarp, LK Wittmund/NDS, Ausschnitt, Foto: (C): Manfred Knake

Dem fachlichen Naturschutz wird in Deutschland nach und nach das Licht ausgeknipst, am Schalter sitzt in diesen klimabewegten Zeiten vor allem die Windenergiewirtschaft, eng verbandelt mit der Politik und auch einigen Naturschutzverbänden. „Klima“ und die geschürte Angst vor dem Hitzetod ist auch der Rammbock, mit dem die ohnehin schwache Bastion des Naturschutzes weiter zerstört werden soll; „Klimaschutz“ als vordergründiges Schein-Argument für mehr Profit der nimmersatten und gut vernetzten Branche der „Erneuerbaren Energien“.

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OVG Lüneburg: zwei Kläger erfolgreich, Kitesurfen im gesamten Nationalpark Wattenmeer zulässig

Kitesurfer in der strengsten Schutzzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Betreten verboten, Kiten erlaubt? – Foto (C): Eilert Voß

„Der 4. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 11. Dezember 2020 der Klage zweier Kitesurfer stattgegeben und antragsgemäß festgestellt, dass die Kläger auch ohne vorherige Befreiung von den Verboten des Niedersächsischen Gesetzes über den Nationalpark ´Niedersächsisches Wattenmeer´ (NWattNPG) im Küstengewässer des Nationalparks kitesurfen dürfen (Az.: 4 LC 291/17)“, schreibt die Pressestelle des Oberverwaltungsgerichtes in Lüneburg am 14. Dez. 2020 (vollständige Pressemitteilung siehe unten). Das Gericht setzt Kitebretter mit Zugsegeln „Wasserfahrzeugen“ gleich:

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