Wandern in der Technolandschaft bei Emden

Windpark „Wybelsumer Polder“ bei Emden – Foto (C): Eilert Voß

Ein Naturerlebnis der besonderen Art: Wandern in der Technolandschaft am Nordufer der Meeresbucht „Dollart“, Bestandteil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“.

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Ems: und wieder eine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses für die Meyer Werft

Yellow River Ems mit Stauwerk: verschlickt und ohne Sauerstoff – Foto (C): Voß

Naturschutz ist wieder mal das Letzte für die Ems, und vermutlich auch beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wo das „N“ für Naturschutz ganz hinten angehängt ist. Es geht wieder einmal um die Meyer Werft im binnenländischen Papenburg, die viel zu große Schiffe an einem dafür viel zu kleinen Fluss baut. Von 1998 bis 2020 wurde für die Werft bereits das Ems-Stauwerk zur Erhöhung des Wasserstandes für Schiffsüberführungen gebaut, das aber offiziell „Ems-Sperrwerk“ genannt wird, also ein Bauwerk für den Küstenschutz. „Sperrwerk“ musste es heißen, damit die EU-Kommission nicht einschritt, weil das Stauwerk in einem Natura-2000-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutzgebiet) gebaut wurde und Küstenschutz vor Naturschutz rangiert.

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Windenergie: `Naturschutzinitiative´ klagt erfolgreich: Ausnahme vom artenschutzrechtlichen Tötungsverbot rechtswidrig

Von Windkraftanlage zur Brutzeit erschlagener Mäusebussard, Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS, unmittelbar an einem EU-Vogelschutzgebiet, Foto (C): Manfred Knake

Die Enercon-Krise und der Ausbaurückgang der Windenergie führten zu massiver wirtschaftlicher und politischer Lobbyarbeit. Die Aufweichung des gesetzlichen Artenschutzes steht im Raum. Vorgeschobenes Argument: „Klimaschutz“. Politischer Handlanger und Motor für einen geringeren Artenschutz im Sinne der Windenergiewirtschaft ist u.a. der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD). Nur wird der Artenschutz  nicht so einfach wegzuwischen sein: Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte für drei Windkraftanlagen eine Ausnahmeregelungen vom Tötungsverbot nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit  § 45 BNatSchG. Die Genehmigung scheiterte vorerst an einer Klage der Naturschutzinitiative e.V.“ (NI) gegen das Land Hessen vor dem Verwaltungsgericht Gießen.

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Krüger (NABU-Präsident) und Krischer (MdB, B90/Die Grünen): windige Brüder im Geiste?

Man sollte gelegentlich doch noch den Spiegel lesen. Am 09. Februar 2020 erschien im Netz der Spiegel-Artikel „Artenschutz vs. Windkraft – Was heißt hier bitte Vogelschredder – Bei einem Waldspaziergang versuchen Deutschlands oberster Artenschützer und der größte Windkraftfan der Grünen den ewigen Streit zu schlichten.“ (Verlinkung ganz unten oder unter dem Foto)

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Sturmtief ´Sabine´ fegt über Ostfriesland - keine Zunahme von Sturmtiden

10. Feb. 2020, 13:00 Uhr, Blick vom Deich: landunter in den Salzwiesen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer bei Dornumersiel/LK Aurich – Foto (C): Manfred Knake

Bisher zwei Tage lang tobte sich das Sturmtief „Sabine“ auch über Ostfriesland aus. Die Schäden waren überschaubar. Das Foto vom 10. Februar 2020 zeigt den Blick vom Deich östlich von Dornumersiel/LK Aurich bei Hochwasser in Richtung Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Das Hochwasser lief weniger als 2m höher als sonst auf, ohne die schützenden Deiche wäre das bewohnte Binnenland überflutet worden.

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Verölte Vögel waschen?

Verölte Trottellumme – Foto (C): Wattenrat Ostfriesland

Bei einer Schiffshavarie oder bei verbotenen und „kostengünstigen“ Tankwaschungen auf See können beträchtliche Mengen von Leicht- bis Schweröl ins Meer gelangen. Als sichtbare Opfer werden dann ölkontaminierte See- oder Küstenvögel angespült, die oft noch leben. Der Großteil der Vögel kommt bereits auf dem Meer um. Das Öl zerstört die schützende Fettschicht des Gefieders. Das Öl schädigt auch Wale, Fische oder Krebstiere, gelangt also in die Nahrungskette. Da liegt es aus Tierschutzgründen nahe, lebend aufgefundene verölte Vögel zunächst einzuteilen in „unrettbar“ oder „rettbar“ und letztere zu reinigen, um sie hinterher wieder auszusetzen.

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Umweltverbände: misslungener Spagat zwischen Windkraftausbau und Artenschutz

Foto: Pixabay

Es ist unglaublich: Die großen deutschen Umweltverbände machen gemeinsame Sache mit der Windenergiewirtschaft und „fordern [den] beschleunigten naturverträglichen Ausbau der Windenergie“ in ihrer Pressemitteilung vom 30. Januar 2020 (s.u). Es gibt aber keinen „naturverträglichen Ausbau“, weder an Land noch auf See. Windparks auf See gefährden bei unsichtigem Wetter den Vogelzug, Schweinswale leiden unter dem Dauerlärm. Begründung der Verbände: „Klimaerhitzung“, was immer das auch sein soll. Es gibt bisher keine gesicherten Hinweise, dass irgendeine Tierart durch den Klimawandel mit leichtem Temperaturanstieg gefährdet ist, noch nicht einmal beim sonst alarmistischen IPCC.

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Todesfalle Stacheldraht

Tote Sumpfohreule im Stacheldraht © Matthias Schreiber

Tote Sumpfohreule im Stacheldraht – Foto (C): Dr. Matthias Schreiber

Stacheldraht als Einzäunung in Schutzgebieten, und nicht nur da, bedeutet eine erhebliche Gefahr für die freilebende Tierwelt. Häufig liest man von verendeten Rehen oder Hirschen, die sich an den Drähten verfangen und elend umkommen. Dazu kommen herumliegende Drahtreste, die aus Nachlässigkeit nicht ordentlich entsorgt und so zu Todesfallen werden. Weniger bekannt ist, dass auch Vögel in den Stacheldrahtzäunen verenden können. Gerade bei Starkwind kommt es vor, dass tieffliegende Vögel beim Überfliegen in die Drähte gedrückt werden, dort hängenbleiben, sich schwer verletzen oder sich qualvoll zu Tode zappeln. weiter »

Energiewende: Das Narrenschiff

Narrenschiffe, Blatt 1: „Elegantes Wendemanöver”(C): Stefan Klinkigt

Nach vielfältiger fachlicher Meinung, belegt mit Fakten und Zahlen, ist die enorm teure „Energiewende“ längst gescheitert, sie wird nur noch politisch und in vielen Medien als „Erfolgsmodell“ verkauft. Das erinnert an die Durchhalteparolen aus unrühmlicher deutscher Geschichte. Erfreulich ist, dass zumindest in Satire und Karikatur dem Irrsinn einer „Energieversorgung“ Deutschlands mit wetterabhängigen Wind- und Subventionspropellern Paroli geboten wird.

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Karbidschießen: nichts Genaues weiß man nicht

Karbidschießen mit zwei „Geschützen“ am Emsdeich bei Pogum/LK Leer, in unmittelbarer Nähe der strengsten Schutzzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und des NSG „Unterems“, 31. Dez. 2018 – Foto: privat

Einen späten Nachhall hatte das vom Wattenrat angezeigte sehr laute Karbidschießen aus selbstgebastelten „Geschützen“ am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer an Silvester 2018. Die Zeitung „Der Wecker“, die einmal wöchentlich im gesamten Landkreis Leer und in den Gemeinden Barßel und Saterland im Nordkreis Cloppenburg erscheint, griff das Thema ein Jahr später noch einmal auf (siehe unten). Nur hat sich in der Sache bisher wenig getan, sie ist sozusagen im Sande der Behörden verlaufen. So richtig zuständig fühlt sich nach einem Jahr der Anzeigenerstattung durch den Wattenrat wohl niemand.

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